Schwarzwald mit dem Wohnmobil im Winter – unsere Rundreise im Februar

Eine Woche Schwarzwald im Februar: Schnee, leere Wege, ruhige Stellplätze und überraschend viele Highlights. Wir waren zum ersten Mal in dieser Region unterwegs – und haben uns sofort verliebt. Unsere Route führte uns durch die Ortenau, das Kinzigtal und ins Renchtal. Kurze Distanzen, abwechslungsreiche Landschaften und perfekte Bedingungen für Wanderungen.

In diesem Beitrag nehmen wir euch mit auf unsere komplette Wohnmobil-Tour durch den winterlichen Schwarzwald – mit ehrlichen Eindrücken, Stellplatz-Erfahrungen und vielen Wandertipps.

Was euch mit uns im Schwarzwald erwartet:

  • verschneite Landschaft
  • abwechslungsreiche Wanderungen
  • Wasserfälle
  • Stellplätze für Wohnmobile
  • Videos zu manchen Etappen

Unsere Route durch den Schwarzwald

Gestartet sind wir zwischen Weinbergen in Sasbachwalden. Am Ende haben wir nur eine kleine Region vom Schwarzwald kennengelernt, weil uns die Landschaft und die Orte begeistert haben. Rundum Gengenbach und Co. gibt es viel zu sehen und vor allem zu erwandern.

🗺 Unsere komplette Wohnmobilroute durch den Schwarzwald

Unsere Wohnmobilroute durch den Schwarzwald
Screenshot

👉 Route in Google Maps öffnen


Unsere Etappen entlang der Route

Die einzelnen Stationen sind wie ein kleines Reisetagebuch aufgebaut: persönliche Eindrücke kombiniert mit Informationen, die euch bei der Planung eurer eigenen Wohnmobilreise helfen können.

Bei den einzelnen Beiträge findest du Verlinkungen zu unseren YouTube-Videos, die noch mehr Reiseinformationen bieten. Einfach auf das Bild klicken und das Video wird in einem neuen Fenster geöffnet.

Eigentlich war Münzenberg gar nicht geplant. Wir hatten einfach keine Lust mehr weiterzufahren und legten spontan eine Pause ein. Einen offiziellen Wohnmobilstellplatz gibt es hier nicht – wir standen am Parkplatz an der Sporthalle und entlang der Straße gibt es ausgewiesene Wohnmobil-Parkflächen.

Für eine Nacht war das absolut ideal: ruhig, unkompliziert und entspannt.

Schon beim Ankommen fällt die Burg Münzenberg sofort ins Auge und prägt das gesamte Ortsbild. Wir drehten eine kleine Runde durch den Ort – vorbei an Fachwerkhäusern, durch ruhige Gassen und mit ständigem Blick zur Burg.

Die Strecke war knapp vier Kilometer lang und dauerte etwa eine Stunde – perfekt als Spaziergang nach der Fahrt.

Unser Eindruck:
Gerade solche ungeplanten Stopps machen für uns den Reiz des Wohnmobilreisens aus. Münzenberg war klein, ruhig und voller Charakter – ein perfekter Einstieg in unsere Schwarzwald-Woche.

Münzenberg in Hessen

📍 Übernachtung
Am Viehtrieb, 35516 Münzenberg, D

🥾 Aktivität
Spaziergang durch den Ort und zur Burg

Highlight
Der Blick auf die Ruinen von Burg Münzenberg

Sasbachwalden war uns schon auf früheren Reisen empfohlen worden. Der Stellplatz liegt etwas unspektakulär hinter einem Weinhändler, ist aber groß und praktisch.

Direkt bei der Zufahrt steht ein Weinautomat – unser erstes kleines Highlight. Außerdem gibt es ein Café am Stellplatz mit schönem Blick in die Weinberge.

Die Weinberge selbst waren für uns eines der absoluten Highlights: weite Hänge, Reben in Reih und Glied – allein dafür lohnt sich der Besuch.

Weil es uns so gut gefallen hat, blieben wir zwei Nächte und machten zwei sehr unterschiedliche Wanderungen, z.B. auf dem Schnapsbrunnenweg.

Unser Eindruck:
Sasbachwalden lohnt sich unbedingt für einen Wohnmobilausflug. Sowohl Wanderungen durch die Weinberge als auch entlang des Gaishöll-Wasserfalls sind möglich oder auch Themenwanderungen wie zu den Schnapsbrunnen der Region.

Wohnmobil auf Winterreise im Schwarzwald mit Bergen im Hintergrund.

📍 Übernachtung
Wohnmobil-Stellplatz, Talstraße 2, 77887 Sasbachwalden

🥾 Aktivität
Wanderungen am Gaishöllwasserfall inklusive Schnapsbrunnen-„Einkehr“ als auch durch die Weinberge zum Kloster Erlenbad

Highlight
Unterwegs Pause am Schnapsbrunnen

Lac du Mont-Cenis Wohnmobil Reise und Wanderung zum Fort de Ronce

Der Stellplatz in Gengenbach liegt hinter dem Deich an der Kinzig, nahe einer Hauptstraße und eines Supermarkts. Für eine Nacht absolut in Ordnung, allerdings gut besucht.

Unterwegs hielten wir spontan an einem Hofladen und kauften regionalen Schwarzwaldhonig – genau solche Stopps lieben wir.

Unsere Runde führte durch die Altstadt und anschließend hinauf in die Weinberge zu einer Kapelle oberhalb der Stadt. Kein großer Marsch, eher ein entspannter Spaziergang mit schönen Ausblicken.

Besonders in Erinnerung geblieben sind uns zwei Dinge:

Der Kauf neuer Teller für das Wohnmobil, die uns bis heute regelmäßig an diesen Tag erinnern.

Die Fasnachtsdekoration mit handgemachten Stoffgirlanden – hier wird Tradition gelebt

Unser Eindruck:
Gengenbach war eine schöne Mischung aus Stadtleben und Atmosphäre – nicht der ruhigsten und schönste Stellplatz, aber ein Ort mit Charakter. Ein Besuch lohnt sich!

Strasse in Gengenbach im Schwarzwald

📍 Übernachtung
Womo-Park, Berghauptener Str. 29, 77723 Gengenbach
https://www.womoparkortenau.de/

🥾 Aktivität
Stadtrundgang mit Schlenker zur Kapelle und in die Weinberge

Highlight
Unsere neuen Teller für Bowls 😉 und die besondere Fasnachtsdekoration

Der Stellplatz in Zell am Harmersbach ist sehr groß – und wir standen komplett allein. Vermutlich auch, weil es hier weniger zu erleben gibt als an unseren vorherigen Stopps. Zudem ist der Platz eher hochpreisig.

Wir wanderten den Panorama-Kneippweg: eine entspannte Runde mit schönen Ausblicken, aber ohne große Highlights.

Unser Eindruck:
Zell am Hammersbach war für uns eine ruhige Verschnaufpause – kein Ort, den wir unbedingt wieder ansteuern würden, aber als Zwischenstopp absolut in Ordnung.

Wanderung Nähe Zell am Hammersbach

📍 Übernachtung
Wohnmobilstellplatz, Gasselhalde 4, 77736 Zell am Harmersbach
https://www.zell.de/start/tourismus/wohnmobilstellplatz.html

🥾 Aktivität
Wanderung auf dem Panorama-Kneippweg

Highlight
Alleine auf einem riesengroßen Wohnmobilstellplatz

In Haslach nutzten wir den zentralen Klosterparkplatz mit Ver- und Entsorgung – sehr praktisch, aber nichts für eine ruhige Nacht.

Nach einem kurzen Stadtrundgang starteten wir unsere Wanderung auf dem Ortenauer Sagenrundweg über die Teufelskanzel. Unterwegs kamen wir unter anderem am Heiligen Brunnen, an der Rudolfuskapelle und am Rastplatz „Rotweinbänkle“ vorbei.

Der Weg greift alte Volkssagen der Region auf – voller mystischer Geschichten, Aberglaube und Symbolik. Eine stimmungsvolle, abwechslungsreiche Tour.

Zur Übernachtung fuhren wir weiter nach Oberwolfach auf einen kleinen, neuen Stellplatz an einer Schule. Extrem ruhig – und wieder einmal standen wir allein.

Unser Eindruck:
Ein Tag, der spontaner lief als geplant, aber perfekt zur Reise passte. Die Weiterfahrt nach Oberwolfach zur Übernachtung war genau richtig. Aber die Wanderung auf dem Ortenauer Sagenrundweg ist absolut empfehlenswert.

📍 Übernachtung
Wohnmobilstellplatz, Schulstraße 28, 77709 Oberwolfach

🥾 Aktivität
Wanderung auf dem Ortenauer Sagenrundweg

Highlight
Die sehr abwechslungsreiche Wanderung

Zwischenfazit: Kurze Distanzen, große Vielfalt im Schwarzwald

Unsere gesamte Strecke betrug nur rund 80 Kilometer – wir bewegten uns hauptsächlich im Ortenau-Kreis und im mittleren Kinzigtal.

Der Grund: Es hat uns dort einfach überall gefallen.

Viele Orte waren klassische Weinorte mit offenen Landschaften, weiten Hängen und einer besonderen Atmosphäre. Genau das machte diese Reise so besonders schön.

Aber die Reise war noch nicht zu Ende. Weitere 3 abwechslungsreiche Ziele lagen noch vor uns.

In Freudenstadt gibt es einen kostenlosen Stellplatz am Schwimmbad mit Ver- und Entsorgung – sehr beliebt und unkompliziert.

Zu Fuß waren wir in etwa 15 Minuten im Zentrum. Besonders beeindruckend ist der riesige Marktplatz mit seinen Arkadengängen – einer der größten Deutschlands.

Der Rückweg führte durchs Christophstal mit ruhiger, fast mystischer Stimmung.

Unser Eindruck:
Freudenstadt war für uns ein solider Zwischenstopp. Die Stadt selbst war okay – spannender fanden wir die Umgebung mit vielen Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren.

Marktplatz mit Akardengängen in Freudenstadt

📍 Übernachtung
Ludwig-Jahn-Straße 60, 72250 Freudenstadt

🥾 Aktivität
Ausgedehnter Stadtrundgang

Highlight
Der große Supermarkt in Stellplatznähe mit frischer Asia-Abteilung

Der Stellplatz in Oppenau liegt am Ortsrand direkt am Lierbach – funktional und perfekt als Ausgangspunkt.

Von hier starteten wir unsere größte Wanderung der Reise: zu den Allerheiligen Wasserfällen und zur Klosterruine Allerheiligen.

Allein der Weg bis zu den Wasserfällen beträgt rund 7,5 Kilometer – aber er lohnt sich. Alternativ gibt es einen kleineren Parkplatz am Eingang zu den Wasserfällen, der aber nicht zur Übernachtung geeignet ist.

Die Wasserfälle stürzen in mehreren Stufen durch eine enge Schlucht, begleitet von Stegen und Treppen. Im Winter hatte das Ganze eine besonders mystische Atmosphäre und war nicht so überlaufen.

Oberhalb liegt die Klosterruine mit dicken Mauern und beeindruckender Stimmung – ein Ort mit besonderer Atmosphäre und gut geeignet für eine Pause.

Am Abend gerieten wir mitten in die Fasnachtsvorbereitungen – mit Masken, Dekorationen und regionalem Brauchtum. Ein kultureller Einblick, den wir so nicht geplant hatten, aber sehr spannend fanden.

Unser Eindruck:
Ganz klare Empfehlung. Die Wanderung war zwar anstrengend, aber absolut lohnend. Oppenau hat sich für uns als Ausgangspunkt absolut gelohnt.

Wanderweg im renchtal von oppenau zu den Allerheiligen Wasserfällen

📍 Übernachtung
Wohnmobilstellplatz, Hauptstraße 3, 77728 Oppenau

🥾 Aktivität
Wanderung zu den Allerheiligen Wasserfällen und zur Klosterruine

Highlight
Die Natur rundum die Wasserfälle und die Klosterruine, aber auch die Fasnachtsdekoration in Oppenau

Unser eigentlich geplanter letzter Übernachtungsplatz fiel aus, wegen den Vorbereitungen auf die Fasnachtsfeier am darauffolgenden Wochenende – stattdessen landeten wir spontan im Nachbarort auf einem Parkplatz in Ebersweier.

Von hieraus machten wir unsere letzte Wanderung: rund 12 Kilometer durch die Weinberge hinauf zur Stauferburg. Oben kauften wir regionale Produkte – der Rucksack wurde deutlich schwerer.

Am Abend füllte sich der Parkplatz plötzlich und völlig unerwartet wegen einer Fasnachtsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus direkt nebenan. Wir befürchteten eine laute Nacht – doch überraschenderweise blieb alles angenehm ruhig.

Unser Eindruck:
Ein perfekter, besonderer Abschluss unserer Reise. Sowohl eine letzte schöne Wanderung als auch ein angenehmer Stellplatz, trotz der ungeplanten Abendunterhaltung.

Blick auf Stauferburg und davor Hofladen  mit regionalen Produkten

📍 Übernachtung
Wohnmobilstellplatz, Wiesenstraße 33, 77770 Durbach

🥾 Aktivität
Wanderung durch Weinberge zur Stauferburg

Highlight
Die Aussicht unterwegs (bis ins Elsass) und der Einkauf regionaler Produkte an der Stauferburg (besonders leckerer Senf!)

Fazit: Schwarzwald im Winter mit dem Wohnmobil

Diese Woche hat uns gezeigt, wie vielseitig der Schwarzwald ist – selbst im Februar:

  • ruhige Stellplätze
  • traumhafte Winterwanderungen
  • Weinberge mit besonderer Atmosphäre
  • spontane Highlights und kulturelle Überraschungen

Wir haben auf kurzer Distanz unglaublich viel Schönes erlebt.

Eines steht fest: Das war nicht unser letzter Besuch im Schwarzwald. Wir kommen definitiv wieder. Beim nächsten Mal bestimmt im Sommer. Aber auch im Winter hat es uns hier besonders gut gefallen.

Wenn ihr ähnliche Touren plant oder Inspiration für euren nächsten Roadtrip sucht, schaut euch gerne unsere weiteren Berichte und Videos an. Ihr findet uns auf Instagram und YouTube .

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